Allein in Deutschland werden pro Jahr rund 8 Milliarden Euro durch Affiliate Marketing umgesetzt und in Amerika sind es noch mehr. Das Geschäft boomt und die Branche wächst kontinuierlich um 10 Prozent pro Jahr.

Alles spricht dafür, sich das Geschäftsmodell Affiliate Marketing mal etwas genauer anzusehen.

Deshalb erklären wir dir in diesem Beitrag, wie Affiliate Marketing funktioniert, wie du damit beginnen kannst und was es zu beachten gibt. Außerdem findest du am Ende dieses Beitrags 5 hilfreiche Tipps, die dir dabei helfen, mit deinem Affiliate Business richtig durchzustarten.

Was ist Affiliate Marketing?

Zuerst das Allerwichtigste: Was ist Affiliate Marketing überhaupt?

Affiliate Marketing ist eine Form des Online Marketings, die ursprünglich aus den USA kommt. Für viele ist es aber auch ein Geschäftsmodell, mit dem man über das Internet Geld verdienen kann.

Als sogenannter Affiliate bewirbst du Produkte anderer Unternehmen über deinen individuellen Affiliate Link. Wenn jemand das beworbene Produkt über deinen Link kauft, erhältst du eine Provision (Vergütung). Diese kann entweder ein prozentualer Anteil vom Verkaufspreis sein oder eine feste Vergütung, z.B. für jeden Verkauf 5 €.

Affiliate Marketer können demnach mehr oder weniger als Teil des Verkaufsteams eines Unternehmens angesehen werden.

Du selbst wirst allerdings nur dann bezahlt, wenn du für das Unternehmen ein Produkt verkauft hast. Im Grunde genommen ist es Bezahlung nach erbrachter Leistung.

Geschichte des Affiliate Marketings

Fast jeder, der heutzutage online Geld verdienen möchte, kennt den Begriff Affiliate Marketing.

Doch kennst du auch die Geschichte dahinter?

Alles begann 1989, als William J. Tobin für seine Firma PC Flowers & Gifts das erste Partnerprogramm ins Leben rief. Im Vergleich zu heute war damals natürlich vieles anders, aber das Grundkonzept war das gleiche. Affiliate Marketing war geboren.

Weiter ging es 1994 mit dem Online Musikhändler CDNow, der ebenfalls ein Partnerprogramm startete, welches unter dem Namen „BuyWeb“ lief. Es ermöglichte anderen Website-Betreibern, sich durch das Bewerben von Musikalben und Filmen aus dem CDNow Sortiment etwas dazuzuverdienen und von jedem Verkauf zu profitieren.

Im Juli 1996, also zwei Jahre später, ging dann das amerikanische „Amazon Associates Program“ an den Start, welches der Vorläufer des heutigen „AmazonPartnerNets“ war. Bis heute zählt das Partnerprogramm von Amazon zu den beliebtesten weltweit.

Wie funktioniert es?

Die Geschichte des Affiliate Marketings kennst du jetzt. Also wie funktioniert das Ganze?

Es ist eigentlich ganz einfach: Als Affiliate bekommst du entweder von deinem Affiliate Netzwerk, bei dem mehrere Affiliate Programme gelistet sind, oder vom Hersteller des Produkts, für dessen Partnerprogramm du dich entschieden hast, einen eindeutigen Link zugeteilt. Dieser gibt Rückschlüsse darüber, wer für welchen Verkauf verantwortlich war.

Das ist zum Beispiel ein typischer Affiliate Link –https://wise.prf.hn/click/camref:1011ljApv

Wise Affiliate Link Beispiel
Dieser Affiliate Link führt auf die Webseite des Geldtransfer-Services „Wise“.

Im hinteren Teil des Links findest du meist deine persönliche Affiliate ID in Form von Ziffern oder einem Namen. In diesem Fall ist die Affiliate ID vermutlich 1011 bzw. camref:1011.

Der vordere Teil eines Affiliate Links ist hierbei eher unbedeutend und leitet dich entweder über eine Tracking Seite des Affiliate Netzwerks weiter oder direkt auf die Produktseite beim Hersteller oder Händler.

Sollte nun jemand auf deinen persönlichen Affiliate Link klicken, wird eine kleine Cookie Datei auf seinem Gerät gespeichert, welche dem Händler bzw. dem Affiliate Netzwerk dabei hilft, dir den Verkauf zuzuordnen.

Zusätzlich hat diese Cookie Datei in der Regel ein Ablaufdatum, ab welchem du nicht mehr vergütet wirst, wenn der Käufer das Produkt später kaufen sollte.

Damit du das Prinzip dahinter besser verstehst, hier ein kleines Beispiel: Ein Besucher unserer Webseite liest sich einen Beitrag über die besten Hosting Anbieter für WordPress Webseiten durch und klickt anschließend auf unseren Affiliate Link, da er bei einem von uns empfohlenen Hostinganbieter Kunde werden möchte. Zwischenzeitlich fällt ihm allerdings ein, dass er noch schnell etwas einkaufen muss, bevor die Läden schließen. Er setzt sich erst am späteren Abend wieder an den PC und besucht die Webseite des empfohlenen Hosters erneut. Der ursprüngliche Besucher unserer Website bucht daraufhin ein Webhostingpacket. Glücklicherweise erhalten wir trotzdem eine Provision vom Anbieter, da die Cookie Laufzeit noch nicht überschritten war.

In den folgenden Abschnitten möchten wir dir zusätzlich zu der vorangegangenen Erklärung noch die Sichtweisen und Funktionen des Affiliates, des Affiliate Netzwerkes, des Händlers sowie des Kunden erläutern.

Der Affiliate

Du bist als Affiliate der Vertriebspartner ein Händlers und arbeitest direkt mit ihm zusammen.

Deine Aufgabe ist es, dir ein passendes Affiliate Programm herauszusuchen und anschließend deine Webseitenbesucher bzw. Interessenten des Produkts in Kunden für den Händler umzuwandeln.

Durch Affiliate Marketing kannst du dir ein passives Einkommen aufbauen, welches nicht direkt an deinen Zeiteinsatz gekoppelt ist. Es ist deshalb langfristig betrachtet ein Selbstläufer. Du kannst deine Affiliate Einnahmen zudem jederzeit ohne große Schwierigkeiten erhöhen.

Das Affiliate Netzwerk

Das Affiliate Netzwerk ist eine Art Mittelsmann.

Es verwaltet Partnerprogramme verschiedener Händler und bietet dir durch eine einmalige Registrierung die Möglichkeit, an zahlreichen Partnerprogrammen teilzunehmen, ohne dass du dich jedes mal neu anmelden musst.

Affiliate Netzwerke kümmern sich zudem um die gesamte Abwicklung eines Partnerprogramms und agieren als Vermittler zwischen Anbieter und Partner.

Manche Unternehmen kümmern sich jedoch auch selbst um die Abwicklung ihrer Partnerprogramme, wodurch dieser „Mittelsmann“ wegfällt und das Affiliate Netzwerk keine Rolle mehr spielt.

Der Händler

Der Händler oder Hersteller ist der Produkteigentümer und hat das Affiliate Partnerprogramm erstellt. Du erhältst deine Provision von ihm, falls du dich für eine Affiliate Zusammenarbeit entscheiden solltest.

Affiliates wie du sind für Händler attraktive Partner, da sie nur für Ergebnisse bezahlt werden, also erst dann wenn wirklich Umsatz generiert wird.

Die Höhe der Provision im Falle eines erfolgreichen Verkaufs legt der Händler / Hersteller im Vorhinein fest, sodass er auf jeden Fall Gewinn macht.

Bei jeder Bestellung erhält er außerdem die Kontaktdaten deiner geworbenen Kunden, mit denen er theoretisch in Zukunft zielgerichtetes Marketing betreiben könnte, um sie zu weiteren Käufen anzuregen. Du kommst als Affiliate leider nicht an irgendwelche Kundendaten ran.

Ein weiterer Vorteil des Händlers ist, dass du als Affiliate großartige Werbung auf Plattformen machst, auf denen er normalerweise nicht aktiv ist.

Der Kunde

Mit Kunden meinen wir in diesem Kontext ebenfalls potenziell zukünftige Kunden, die momentan nur Interessenten sind.

Bevor sie Interessenten sind, werden sie über dich auf das jeweilige Produkt aufmerksam. Du bewirbst es im Rahmen eines Affiliate Partnerprogramms.

Oftmals wissen die Kunden gar nicht, dass sie durch ein Partnerprogramm angeworben werden und dass du dafür Geld erhältst.

Du bietest ihnen z.B. durch einen Erfahrungsbericht oder ein umfangreiches Video zusätzliche Informationen zu dem beworbenen Produkt. Deshalb profitieren die Kunden gleichermaßen von einem Affiliate Partnerprogramm, da sie für die zusätzlichen Informationen nichts bezahlen müssen, weil deine Provision ausschließlich von der Gewinnmarge des Händlers abgezogen wird und nicht den Produktpreis erhöht.

Verschiedene Vergütungsmodelle des Affiliate Marketings

Generell variiert die Höhe deiner Provision für das Bewerben eines Produkts je nach Partnerprogramm. Sie hängt aber ebenfalls von der Art des Produkts und der entsprechenden Vergütungsmethode ab.

Es gibt beim Affiliate Marketing neben der gängigsten Pay per Sale Vergütungsmethode auch noch andere Varianten, zu denen die Pay per Click, Pay per Lead oder Lifetime Vergütung zählen.

Pay per Click

Bei dem Pay per Click Modell wirst du, wie der Name schon verrät, pro Klick auf deinen persönlichen Affiliate Link bezahlt.

Wenn du z.B. einen Affiliate Link in deiner Instagram Bio platziert und jemand draufklickt, würdest du bei dieser Vergütungsart eine Provision erhalten.

Pay per Click wird allerdings nur von sehr wenigen Händlern bzw. Herstellern für die Vergütung ihrer Affiliates gewählt. Es ist deshalb im Rahmen des Affiliate Marketings eher selten, dass man pro Klick bezahlt wird.

Eigentlich schade, denn dieses Vergütungsmodell hat vor allen Dingen für dich als Affiliate einen Vorteil. Wenn du zum Beispiel ein Produkt aus einem richtig schlechten Onlineshop bewirbst, wird der Interessent wahrscheinlich nichts kaufen, weil er von dem schlechten Shop abgeschreckt wird. Du als Affiliate würdest für deinen Aufwand aber trotzdem bezahlt werden, da du pro Klick vergütet wirst.

Letztendlich liegt die Gestaltung der Webseite, auf die du Interessenten weiterleitest, nicht in deiner Hand und deshalb sollte dir das auch keinen Nachteil bereiten.

Pay per Lead

Vorab: Ein Lead ist so etwas wie ein Interessent, der sich qualifiziert hat, indem er sich irgendwo registriert hat. Unter Umständen wird er ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen.

Den Händlern / Herstellern, die das Pay per Lead Vergütungsmodell für ihr Affiliate Programm gewählt haben, geht es nicht darum, etwas zu verkaufen, sondern Kontaktdaten von Produktinteressenten einzusammeln.

Als Affiliate wirst du bei Pay per Lead pro registriertem Interessenten bezahlt. Du schickst einen potenziellen Interessenten auf eine Seite, auf der er seine Kontaktdaten hinterlegen kann. Wenn er das im Anschluss wirklich tut, erhältst du deine Provision.

Durch die gesammelten Kontaktdaten kann der Hersteller den Interessenten ein Angebot machen bzw. sie durch gezielteres Marketing zu einem Kauf verleiten.

Deine Aufgabe ist, wie bereits geschrieben, den potenziellen Interessenten über deinen Affiliate Link zu einer bestimmten Handlung zu bewegen, bei der Kontaktdaten eingesammelt werden.

Das könnte z.B. eine der folgenden sein:

  • Registrierung für einen Newsletter
  • Teilnahme an einem Gewinnspiel
  • Ausfüllen einer Meinungsumfrage
  • Installieren einer App
  • Anfordern von Infomaterial

Das Pay per Lead Vergütungsmodell wird nicht nur eingesetzt, wenn es darum geht, Kontaktdaten einzusammeln, sondern auch, wenn der von einem Affiliate Marketer generierte Umsatz aufgrund des Geschäftsmodells nicht direkt gemessen werden kann.

Pay per Sale

Beim Pay per Sale Vergütungsmodell erhältst du eine Provision, sobald einer deiner beworbenen Interessenten ein Produkt gekauft hat bzw. eine Dienstleistung in Anspruch nimmt.

Jeder erfolgreiche Verkauf bedeutet für dich eine Provisionszahlung.

Dieses Modell ist beim Affiliate Marketing das gängigste, da es vor allem bei Partnerprogrammen von Online Shops zum Einsatz kommt.

Für dich kann sich Pay per Sale lohnen, da du in der Regel prozentual am von dir generierten Umsatz beteiligt wirst und auch für den Verkauf zusätzlicher Produkte, die du eigentlich nicht beworben hast, Provision erhältst.

Es kann es dir trotzdem passieren, dass du im Rahmen des Pay per Sale Vergütungsmodells nur eine fixe Provision pro erfolgreichem Verkauf erhältst, die dich nicht prozentual am Verkaufspreis profitieren lässt. Das ist aber zum Glück nur selten der Fall.

Lifetime-Vergütung

Zu guter Letzt gibt es noch das Modell Lifetime Vergütung.

Bei diesem Vergütungsmodell wirst du als Affiliate mehrmals vergütet (meist monatlich). Diese Variante kommt aber nur bei Partnerprogrammen zum Einsatz, bei denen es darum geht, Abo-Produkte zu bewerben, welche den Kunden dazu verpflichten, einen bestimmten monatlichen Betrag zu bezahlen.

Deine Aufgabe ist es, den Interessent dazu zu bewegen, eine Mitgliedschaft abzuschließen bzw. einen gewissen Dienst / ein gewisses Produkt zu abonnieren.

Aufgrund der in der Regel monatlichen Vergütung sind Partnerprogramme mit einem solchen Vergütungsmodell unter Affiliates sehr beliebt. Immerhin lässt sich so ein regelmäßiges & sicheres Einkommen aufbauen, zumindest solange, wie der Kunde noch seine Beiträge bezahlt.

Als Affiliate Marketing Anfänger empfehlen wir dir solche Partnerprogramme nicht, da Abo-Produkte häufig sehr viel schwieriger zu vermitteln sind.

Später, wenn du bereits seit längerem mit Affiliate Marketing Geld verdienst, kannst du dich an dieses Vergütungsmodell heranwagen.

Vor- und Nachteile des Affiliate Marketings

Vor- und Nachteile des Affiliate Marketings
Was sind die Vor- und Nachteile?

Wie bei jedem Geschäftsmodell gibt es auch beim Affiliate Marketing Vor- und Nachteile, die wir dir nun vorstellen möchten.

Vorteile

  • Kein eigenes Produkt notwendig
    Beim Affiliate Marketing verdienst du dein Geld, indem du Produkte anderer Unternehmen bewirbst. Deshalb benötigst du kein eigenes Produkt. Du nimmst dem Händler oder Hersteller die Marketingarbeit ab und wirst dafür vergütet.
  • Kaum Kosten
    Weil du eben kein eigenes Produkt brauchst, entstehen auch kaum Kosten. Du musst weder eigene Produkte herstellen noch welche kaufen und diese zwischenlagern. Mitarbeiter brauchst du ebenfalls nicht. Wenn du Affiliate Marketing über Social Media betreibst, kannst du sogar die Kosten für Webhosting und Domain sparen.
  • Freie Wahl des zu bewerbenden Produkts
    Für welches Affiliate Produkt du dich entscheidest, bleibt ganz dir überlassen. Du kannst dir selbst aussuchen, für welches Partnerprogramm du dich anmeldest und welche Produkte du bewirbst.
  • Verkaufsprozess & Kundensupport sind nicht deine Aufgaben
    Als Affiliate Marketer musst du dich glücklicherweise nicht mit dem Verkaufs-, Zahlungs-, und Zustellprozess eines Produkts herumschlagen. Das übernimmt der Händler oder Hersteller für dich. Auch Supportanfragen fallen nicht in deinen Aufgabenbereich. Du vermittelst die Kunden und erhältst dafür eine Vergütung und alles andere ist nicht dein Problem.

Nachteile

  • Fehlende Transparenz
    Du selbst kannst nicht direkt überprüfen, ob Verkäufe bzw. Leads richtig getrackt und dir als Affiliate zugeschrieben wurden. Da du keinen Einblick in die Prozesse der Verkaufsabwicklung hast, kannst du nicht nachprüfen, ob du am Ende für jeden von dir geworbenen Kunden eine Provision erhalten hast. Du musst auf die Ehrlichkeit des Händlers vertrauen.
  • Provisionen können verändert werden
    Die Provisionen, die du beispielsweise für einen erfolgreichen Verkauf erhältst, können jederzeit gekürzt werden. Das muss dir bewusst sein, wenn du planst, dein Einkommen ausschließlich durch Affiliate Marketing zu beziehen. Grundsätzlich können für eine solche Änderung der Provision mehrere Dinge verantwortlich sein. Wichtig ist, dass du dir in einem solchen Fall Gedanken darüber machst, ob du das Produkt weiterhin bewerben möchtest.
  • Partnerprogramme können beendet werden
    Behalte zusätzlich im Hinterkopf, dass nicht nur deine Provisionen gekürzt werden können, sondern auch das komplette Partnerprogramm eingestampft werden kann. So etwas geht von heute auf morgen und könnte dich ohne gewisse Absicherungen ziemlich schnell in den finanziellen Ruin treiben.
  • Werbemittel sind nicht immer verfügbar
    Teilweise gibt es Partnerprogramme, bei denen dir keine Werbemittel zur Verfügung gestellt werden. Du bekommst also keine Grafiken oder Videos, die das Produkt in einem tollen Licht darstellen. Ohne geeignete Werbemittel bist du bei deinen Werbeaktivitäten ziemlich eingeschränkt und musst dir deshalb überlegen, ob du dich nicht lieber für ein anderes Partnerprogramm entscheidest.
  • Keine Kontrolle über das Produkt
    Da du nicht der Produkteigentümer bist, hast du auch keine Kontrolle hinsichtlich der Qualität bzw. des Kundendienstes. Das kann für dich ziemlich blöd werden, wenn sich herausstellt, dass das Produkt, welches du deinen Followern bzw. Webseitenbesuchern bewirbst, schlecht ist. Vielleicht werden sie dann ihr Vertrauen in dich verlieren oder du kassierst einen Shitstorm. Aus diesem Grund solltest du dich zumindest vorher über das Produkt informieren, wenn du es bewerben möchtest. Am besten wäre es natürlich, wenn du es selbst getestet hast.
  • Teilweise geringe Provision
    Bei manchen Partnerprogrammen erhältst du für das Bewerben eines Produkts oder die Vermittlung eines Leads nur sehr geringe Provisionen. Ob das nun gut oder schlecht ist, hängt vor allen Dingen davon ab, wie gut sich das Produkt bewerben lässt. Trotzdem solltest du stets darauf achten, dass du für deinen Aufwand angemessen bezahlt wirst.
  • Viel Traffic notwendig
    Obwohl manche unseriösen Internetunternehmer dir erzählen wollen, dass du auch ohne viele Follower / Webseitenbesucher mit Affiliate Marketing Erfolg haben kannst, widersprechen wir dieser Ansicht. Du brauchst zumindest einige hundert Websitebesucher bzw. tausende Follower, um dir ein nettes Taschengeld dazuzuverdienen. Ohne geht es nicht. Außerdem müssen sie echt sein und dürfen nicht gekauft sein.

Affiliate Marketing Beispiele

Damit du noch besser verstehst, was Affiliate Marketing ist, wie es funktioniert und eingesetzt werden kann, stellen wir dir im folgenden Abschnitt 5 konkrete Beispiele für Affiliate Marketing vor.

Preisvergleich

Preisvergleiche sind eine tolle Sache. Man kann mit ihnen Geld sparen und trotzdem das gleichwertige Produkt erhalten.

Viele Kunden wissen davon und nutzen die Möglichkeit für sich, vor allem wenn es darum geht, ein teures Produkt zu kaufen.

Für Affiliates sind Preisvergleiche eine klassische Möglichkeit, Geld zu verdienen. Man baut sich eine Webseite, die Preisvergleiche zu bestimmten Produkten anbietet und platziert dort seine Affiliate Links. Ein prominentes Beispiel ist billiger.de.

Billiger.de Preisvergleich - Affiliate Marketing
Screenshot billiger.de

Man tippt den Namen des Produkts ein und bekommt zahlreiche Händler angezeigt, die dieses Produkt im Angebot haben. Nun kann der Besucher sich den preiswertesten herauspicken und direkt über den Affiliate Link zum Shop des Händlers gelangen.

Wenn er nun im Anschluss eine Bestellung aufgibt, erhält der Affiliate der Preisvergleichseite eine Provision.

Testseite

Genauso beliebt wie Preisvergleiche sind Testseiten.

Oft ist man sich vor einem Kauf unsicher, ob man das Produkt wirklich kaufen möchte bzw. ob es seinen Zweck erfüllt. Man informiert sich entsprechend und stößt häufig auf Testseiten.

Als Beispiel nehmen wir einfach mal die Gartenarbeit.

Zahlreiche Gartenliebhaber interessieren sich zu Beginn des Frühlings für die beste Heckenschere und informieren sich, wie ein spezielles Modell im Vergleich zu den anderen abschneidet. Nun kommen die Testseiten der Affiliates ins Spiel, die genau diese Informationen liefern.

Sie vergleichen die verschiedenen Heckenscheren, testen sie und stellen sie vor. Am Ende wird häufig noch ein Testsieger gekürt, der dann über einen Affiliate Link gekauft werden kann.

Einige der Gartenliebhaber werden sich daraufhin entscheiden, den Testsieger zu kaufen und der Affiliate erhält eine entsprechende Provision.

Solche Testseiten gibt es übrigens für nahezu jede Branche bzw. jeden Bereich.

YouTube Produktvorstellungen

Eine gewisse Ähnlichkeit zu Affiliate Testseiten haben auch YouTube Produktvorstellungen.

Auf der Videoplattform gibt es zahlreiche Affiliates, die sich in ihren Videos unterschiedlichen Produkten widmen. Meist sind es erklärungsbedürftige Technikprodukte, die sehr hochpreisig sind. Die Produkte werden vorgestellt und unter die Lupe genommen.

Durch die Produktvorstellungen der Affiliates erhalten potenzielle Kunden zusätzliche Hintergrundinformationen zu dem Produkt und können sich anschließend entscheiden, ob sie es kaufen wollen oder nicht. In der Videobeschreibung befindet sich zwangsläufig ein Affiliate Link des YouTubers, auf den auch im Video hingewiesen wird, sodass der YouTuber bei einem erfolgreichen Verkauf Geld verdient.

Facebook Gruppen

Auf Facebook gibt es zig tausende Gruppen zu jedem erdenklichen Thema.

Hier schlummert ebenfalls eine Möglichkeit, mit Affiliate Marketing Geld zu verdienen. Einige Affiliates tummeln sich bereits als Mitglieder in Facebook Gruppen oder haben sie sogar gegründet.

Nehmen wir uns wieder ein konkretes Beispiel vor: Eine Facebook Gruppe zum Thema Abnehmen

Als Affiliate Marketer kann man in einer solchen Gruppe Abnehmkurse, Kochbücher oder Fitnessprodukte empfehlen und Provisionen verdienen.

Besonders nachhaltig ist diese Variante aber nicht, da man ständig neue Links zu den Produkten teilen muss, weil die Beiträge irgendwann im Feed verschwinden.

Außerdem müssen sich Affiliates in solchen Gruppen erst einen gewissen Status aufbauen, da ihnen nicht jeder direkt vertrauen wird. Für viele Facebook Nutzer sind neue Gruppenmitglieder erst einmal fremde Menschen.

Der Affiliate Link sollte anschließend in Form einer persönlichen Empfehlung geteilt werden. Alles andere ist viel zu auffällige Werbung und wird in Facebook Gruppen gar nicht gerne gesehen. Die Mitglieder der Gruppen wollen sich in der Gruppe austauschen und ihre Erfahrungen zu dem Thema teilen und nicht Mitglied eines Werbekanals sein.

Mit dem Stürmen von tausenden Gruppen wird man deshalb keinen Erfolg haben, da ein wesentlicher Faktor beim Verkaufen Vertrauen ist.

Ratgeber

Mehrere Millionen Menschen nutzen Google tagtäglich, um sich über ein bestimmtes Thema zu informieren. Wahrscheinlich bist du auch über Google auf diesen Artikel gestoßen.

Jedenfalls suchen alle dieser Menschen nach einer Lösung. Sie wissen etwas noch nicht und suchen nach Antworten.

Wenn sich z.B. jemand antriebslos fühlt, findet er im Internet zahlreiche Ratgeber, die ihm nützliche Tipps liefern, wieder auf die Beine zu kommen.

Affiliates haben hierbei die Möglichkeit, einen hilfreichen Artikel / Ratgeber zu einem bestimmten Thema zu schreiben und am Ende ein weiterführendes Produkt zu bewerben, das zusätzliche Informationen liefert.

Mit Affiliate Marketing beginnen

Mit Affiliate Marketing beginnen

Die grundlegenden Dinge über Affiliate Marketing hast du bereits gelernt. Jetzt geht es darum, wie du damit beginnen kannst.

1. Wähle deine Nische

Zu allererst musst du die richtige Nische für dich auswählen. Nische ist gleichbedeutend mit einem Themengebiet.

Am besten entscheidest du dich für etwas, was dich interessiert. Du kannst aus zahlreichen Nischen wählen, jeden Tag kommen neue hinzu.

Die bekanntesten Themengebiete sind:

  • Finanzen
  • Abnehmen
  • Elektronik
  • Gesundheit
  • Küche
  • Beauty
  • Inneneinrichtung
  • Liebe & Beziehungen

Jede dieser Nischen könntest du anschließend nochmal in Unternischen aufteilen. Eine Unternische des Themengebiets Finanzen wäre beispielhaft „Kryptowährungen“.

Vor der Auswahl deiner Nische solltest du dich unbedingt darüber informieren, wie groß die Konkurrenz zu diesem Thema ist und ob die Nische eine Zukunft hat.

Je kleiner die Nische, desto schwächer deine Konkurrenz.

Vor allen Dingen als Anfänger bietet es sich an, eine eher schmalere Nische zu wählen und erst später gegebenenfalls weitere Themen hinzuzuziehen. Das lässt dir Raum für Experimente und Testläufe.

Es ist sehr wichtig, dass du ein Thema auswählst, das dich brennend interessiert, da du nach einiger Zeit vermutlich deine anfängliche Euphorie verlieren wirst und es dir schwieriger fallen wird, dich zu motivieren. Trotzdem musst du weitermachen, um Erfolg zu haben.

2. Wähle die Plattform

Als nächsten Schritt wählst du dir eine Plattform aus, auf der du als Affiliate tätig sein möchtest. Die beliebtesten Plattformen für Affiliate Marketing sind hierbei eine eigene Webseite oder ein YouTube Kanal.

Beschränke dich anfangs nur auf eine Plattform und werde zum Meister deiner Tätigkeit. Danach kannst du dein Ding auch auf anderen Plattformen durchziehen. Bis dahin vergeht sicherlich viel Zeit, denn du musst viel Arbeiten und Neues lernen.

Das gilt nicht nur für YouTube oder eine eigene Webseite, sondern auch für Instagram, Facebook und andere Plattformen.

Grundsätzlich ist es deine Entscheidung, auf welcher Plattform du dein Affiliate Business aufbaust. Bestenfalls wählst du die aus, auf der du dich am meisten auskennst und für die es dir am meisten Spaß macht, Inhalte zu produzieren.

Außerdem solltest du dir Gedanken über die Zielgruppen dieser Plattformen machen. Es bringt dir wahrscheinlich nichts, wenn du auf TikTok komplizierte Finanzobjekte wie CFDs erklärst. Ein eigener YouTube Kanal oder eine Webseite würden sich dafür besser eignen.

Wie du mit einem YouTube Kanal oder einer Webseite Geld verdienst, erfährst du in weiteren Beiträgen von uns.

3. Nimm an Partnerprogrammen teil

Ohne Partnerprogramme funktioniert Affiliate Marketing nicht. Du brauchst einen Händler als Partner, der sich um den Versand, die Herstellung bzw. die Bereitstellung des von dir beworbenen Produkts kümmert.

Suche dir deshalb Partnerprogramme heraus, an denen du teilnehmen möchtest. Wie du dich für gute Partnerprogramme entscheidest und nicht die falschen auswählst, werden wir dir nachher noch erklären.

Es gibt im Allgemeinen drei verschiedene Arten von Affiliate Programmen: Hoch bezahlte Partnerprogramme mit niedrigem Volumen, Niedrig bezahlte Partnerprogramme mit hohem Volumen und Hoch bezahlte volumenstarke Partnerprogramme.

Wenn du dich bei einem Affiliate Netzwerk registrierst, kannst du an vielen verschiedenen Affiliate Programmen teilnehmen, ohne dich jedesmal neu zu registrieren. Das spart dir einiges an Zeit und Nerven. Am Ende des Beitrags stellen wir dir diesbezüglich noch die bekanntesten Affiliate Netzwerke vor. Trotzdem wirst du dort nicht jedes Partnerprogramm finden, weil manche Firmen sich bewusst dagegen entscheiden, einem Affiliate Netzwerk beizutreten.

Hoch bezahlte Partnerprogramme mit niedrigem Volumen

Hier handelt es sich vor allem um Partnerprogramme, bei denen die Zielgruppe des zu bewerbenden Produkts sehr klein ist, z.B. im B2B Bereich. Durch diese Gegebenheit ist es wiederum schwerer für dich, die Produkte des Affiliate Programms zu verkaufen. Deshalb wirst du bei solchen Partnerprogrammen mit höheren Summen vergütet.

Durch die hohen Provisionen locken hoch bezahlten Partnerprogramme mit niedrigem Volumen mehr Konkurrenz (andere Affiliates) an. Für dich als Anfänger kann es schwierig sein, mit den anderen, erfahreneren Affiliates konkurrieren zu können.

Wenn überhaupt wirst du nur sehr wenig Geld mit dieser Art von Partnerprogrammen verdienen können.

Niedrig bezahlte Partnerprogramme mit hohem Volumen

In dieser Kategorie von Partnerprogrammen hast du als Anfänger schon deutlich bessere Chancen. Es handelt sich um Partnerprogramme, deren Produkte eine breite Masse ansprechen. Im Gegenzug erhältst du für eine erfolgreiche Vermittlung aber auch geringere Provisionen.

Ein Beispiel dafür ist das Amazon Partnerprogramm, welches wir dir später noch etwas genauer vorstellen werden. Die auf Amazon angebotenen Produkte werden von vielen Menschen gekauft. Deshalb ist die Provision, die du bei einem Verkauf erhältst relativ gering.

Damit sich niedrig bezahlte hochvolumige Partnerprogramme für dich lohnen, brauchst du viel Traffic.

Affiliate Marketing: Amazon Partnernet - Mit Blog Geld verdienen
Das Amazon Partnerprogramm

Hoch bezahlte volumenstarke Partnerprogramme

Für Affiliates sind solche Partnerprogrammen die absoluten Favoriten. Sie zahlen hohe Provisionen und die Produkte sprechen eine große Zielgruppe an.

Meist binden die Produkte, die du im Rahmen dieser Kategorie bewirbst, ihre Kunden über einen längeren Zeitraum.

Partnerprogramme für Kreditkarten sind ein prominentes Beispiel. Fast jeder Mensch hat eine Kreditkarte und behält sie mehrere Jahre lang, wenn nicht sogar Jahrzehnte lang.

Hohe Provisionen und Produkte, die eine breite Masse ansprechen – Wo liegt also das Problem?

Der Haken ist, dass bei solchen Partnerprogrammen vor allem Affiliate Profis mitmachen, die im Vergleich zu Anfängern über mehr Kapital und Fachwissen verfügen.

Aus diesem Grund sind hoch bezahlte volumenstarke Partnerprogramme für dich erstmal uninteressant. Merk dir schlichtweg für später, dass es solche Affiliate Programme gibt.

4. Erstelle tolle Inhalte

Den Traffic, von dem hier die ganze Zeit die Rede ist, musst du erst durch das Erstellen von großartigen Inhalten generieren.

So etwas geht nicht von heute auf morgen und erfordert einiges an Zeit. Entscheide dich für eine Inhaltsform und leg los. Schreib die ersten Ratgeber, erstelle Vergleichsseiten oder drehe YouTube Videos!

Falls du dich nicht so einfach entscheiden kannst, in welcher Form du deine Inhalte produzieren möchtest, werfe einen Blick auf deine Konkurrenz.

Ganz egal wie du Inhalte veröffentlichen möchtest: Du solltest dich vorher in die Thematik einlesen und dich von Konkurrenten aus deiner Nische inspirieren lassen. So schaffst du es, großartige Videos, Texte oder was auch immer zu produzieren.

Mit der Zeit wirst du immer besser werden und mehr Erfolg haben. Trotzdem musst du die ganze Zeit Gas geben und durchhalten. Erfolgreich wird man leider nicht über Nacht, auch nicht mit Affiliate Marketing.

Auf deine Ausdauer und Beharrlichkeit kommt es im Endeffekt an. Erfolg hat nichts mit Talent zu tun. Erstelle hochwertige Inhalte, die den Menschen weiterhelfen und du wirst schon sehen. Der Stein wird ins Rollen kommen.

5. Steigere den Traffic

Trotz der Erstellung von großartigen Inhalten wirst du noch nicht viel Traffic bekommen. Gute Inhalte gibt es im Internet nämlich viele, aber gefunden werden nicht alle davon.

Wenn du Ratgeber schreibst oder einen eigenen Blog betreibst, solltest du dich auf jeden Fall mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen.

Foren, Presseberichte, Gastbeiträge, bezahlte Werbung, Social Media und E-Mail Marketing können dir ebenfalls zum Erfolg verhelfen, indem sie mehr Traffic generieren.

Überlege dir trocken gesagt, wie du potenzielle Interessenten eines Produkts je nach Plattform am besten auf deine Inhalte aufmerksam machst. Entscheide dich dann zuerst für eine Methode und lerne alles über sie, z.B. SEO.

Danach kannst du dich auch anderen Traffic Quellen zuwenden und dein Affiliate Business vergrößern. Wahrscheinlich hast du in einem solchen Fall schon erstes Geld verdient, was du in das Marketing über andere Kanäle investieren kannst.

Sei dir zudem immer im Klaren darüber, dass Menschen nur aufgrund von Vertrauen etwas von dir kaufen. Sie haben ein gewisses Bedürfnis oder Problem, das gelöst werden soll und vertrauen dir, dass die von dir empfohlenen Produkte es lösen werden.

Du musst deshalb Vertrauen bei den Menschen erschaffen, von denen du möchtest, dass sie über deinen Affiliate Link ein Produkt kaufen. Vertrauen baust du auf, indem du ihnen im Vorfeld durch deine großartigen Inhalte hilfst.

Erst musst du ihnen weiterhelfen und ihr Vertrauen gewinnen und dann kannst du sie „abkassieren“. Vorher geht es nichts. Es haben schon zahlreiche Menschen versucht, über plumpe Werbung in Social Media Affiliate Produkte zu verkaufen. Doch das funktioniert nicht.

6. Optimiere Prozesse

Optimiere Prozesse

Nicht alles wird in Bezug auf deine Affiliate Marketing Strategie von Anfang an perfekt laufen. Aller Anfang ist eben schwer.

Du kannst stets etwas optimieren und verbessern. Langweilig wird dir also nie.

Die folgenden vier Punkte kannst du konkret verbessern, um noch mehr Geld mit Affiliate Marketing zu verdienen:

  • Den Traffic
    Je mehr Menschen deine Inhalte sehen, desto besser. Dadurch kannst auch mehr Geld mit Affiliate Marketing verdienen. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass du diesen Punkt regelmäßig optimierst. Achte darauf, dass deine Inhalte im Internet auffindbar sind und schalte gegebenenfalls bezahlte Werbung, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Deine Inhalte
    Deine Inhalte sind ein genauso wichtiger Punkt. Potenzielle Interessenten eines Produkts müssen diese gut finden, sonst werden sie schnell zu jemand anderem wechseln, der ihnen mit seinen Inhalten Mehrwert bietet. Wenn du deinen Followern oder Webseitenbesuchern keinen Mehrwert bietest, werden sie auch nicht über dein Affiliate Link ein Produkt kaufen. Es geht darum, dass du bei ihnen einen guten und vertrauten Eindruck hinterlässt, der sie später dazu bringt, ein von dir empfohlenes Produkt zu kaufen. Verbessere regelmäßig deine Inhalte, sodass die Menschen mehr Zeit mit dem Konsumieren dieser verbringen.
  • Die Klickrate auf die Affiliate Links
    Deine Affiliate Links solltest du an prominenten Stellen platzieren, wo sie möglichst viele Interessenten zu Gesicht bekommen. Bei Instagram würde sich z.B. die Profilbeschreibung anbieten. Außerdem solltest du immer explizit auf den Link zum empfohlenen Produkt hinweisen, damit mehr Menschen auf deinen Affiliate Link klicken und sich nicht selbst auf die Suche begeben.
  • Die Kaufrate beim Händler
    Die Kaufrate beim Händler kannst du nur bedingt beeinflussen, indem du einen positiven Einfluss auf diese nimmst. So kannst du unter anderem bereits über die Qualität und den Preis des Produkts in deinen Inhalten informieren, sodass für bessere Grundvoraussetzungen gesorgt ist und nur die Menschen auf deinen Affiliate Link klicken, die wirklich interessiert sind. Uniformierte Besucher werden nämlich oft vom Preis abgeschreckt bzw. suchen bei schlechter Qualität nach einem anderen Produkt.

Abgesehen von diesen Tipps solltest du dich, bevor du eine Affiliate Partnerschaft eingehst, darüber informieren und auch auf deine Intuition vertrauen, ob der entsprechende Händler schlechte oder gute Kaufraten hat. Diese kannst du nämlich wie bereits erwähnt nur bedingt beeinflussen.

Wenn z.B. der Online Shop des Herstellers oder Händlers extrem schlecht und unübersichtlich gestaltet ist, wird davon auch dein Geschäft negativ beeinflusst. Suche dir dementsprechend lieber ein anderes Partnerprogramm.

Wie du mehr Klicks auf deine Affiliate Links in Ratgebern und Blogbeiträgen erhältst, erfährst du hier.

Affiliate Marketing für Anfänger – 5 Tipps

Affiliate Marketing für Anfänger muss nicht schwer sein. Mit den nachfolgenden 5 Tipps wollen wir dir den Einstieg in das Geschäftsmodell erleichtern.

Es kann zwar anfangs dauern, bis du mit Affiliate Marketing so richtig erfolgreich wirst, aber die Ausdauer zahlt sich letztendlich aus.

Beachte die nachfolgenden Tipps, um einen einfacheren Einstieg zu haben.

Biete einen Bonus an

Ein Alleinstellungsmerkmal ist immer gut. Was hältst du also davon, wenn du deinen Followern / Webseitenbesuchern einen Bonus anbietest, wenn sie über deinen Affiliate Link ein Produkt kaufen? Das könnte z.B. ein gratis Videokurs sein, der deiner Nische passt.

Wenn du potenziellen Interessenten einen Bonus zahlst, entscheiden sie sich mit höherer Wahrscheinlichkeit dafür, bei dir anstatt anderen Affiliates zu kaufen.

Die Konkurrenz ist heutzutage nämlich groß. Für die meisten ist das einzige Alleinstellungsmerkmal ihr großartiger Content, doch als Anfänger kannst du damit in der Regel noch nicht bei den Menschen punkten. Deshalb überlege dir, ob du diesen Trick nutzt, um trotzdem bereits Affiliate Marketing Einnahmen zu erzielen.

Entscheide dich für passende Affiliate Programme

Bei deiner Entscheidung bezüglich eines Affiliate Programms solltest du immer darauf achten, dass du mit einem seriösen und konkurrenzfähigen Anbieter zusammenarbeitest. Alles andere bringt dir nämlich nichts.

Sollte das Produkt schlecht sein, welches du über das von dir ausgewählte Partnerprogramm vertreibst, wird es keiner kaufen und du verdienst auch keine Provisionen.

Um ein gutes Produkt zu finden, was du über ein Partnerprogramm verkaufen kannst, musst du dich in deiner Nische auskennen.

Entscheide dich nur für Produkte und somit Partnerprogramme, von denen du weißt, dass sie deinen Followern und Websitebesuchern einen wirklichen Mehrwert bieten und du sie mit gutem Gewissen weiterempfehlen kannst.

Irgendeinen Schrott zu bewerben, verspielt lediglich das Vertrauen und bringt dir unterm Strich keinen einzigen Cent Einnahmen.

Tolle Partnerprogramme kannst du über die Google Suche finden, indem du z.B. „nische + partnerprogramme“ suchst.

Entscheide dich für passende Affiliate Programme

Beachte rechtliche Vorgaben

Sofern du über das Internet Geld verdienen möchtest, musst du einige rechtliche Dinge beachten.

Das Thema solltest du ernst und nicht auf die leichte Schulter nehmen, da du als Affiliate offiziell selbstständig bist und ein Gewerbe anmelden musst. Das ist der erste Schritt, den du gehen musst, um mit Affiliate Marketing Geld zu verdienen.

Melde dein Gewerbe am besten so früh wie möglich an. Die Anmeldung ist schnell erledigt und kostet dich rund 20 bis 50 € bei deinem zuständigen Gewerbeamt.

Die nächste Hürde für einen Gewerbetreibenden ist die Buchführung. Hier ist es am einfachsten und kostengünstigsten, auf eine digitale Buchhaltungssoftware zu setzen, die dir einen großen Teil der Arbeit bereits abnimmt. Du kannst natürlich auch alles selbst machen. Das kostet dich aber sehr viel Zeit und wahrscheinlich auch Nerven.

Die bekanntesten Anbieter von Buchhaltungssoftware sind sevDesk, Debitoor & Lexoffice. Entscheide dich am besten für einen dieser drei Anbieter. Du kannst mit ihnen nicht viel falsch machen.

Mehr zur Gewerbeanmeldung für Affiliates erfährst du in diesem hilfreichen Beitrag von Sebastian Czypionka.

Abgesehen von den bereits genannten Dingen ist es wichtig, dass du das Urheberrecht beachtest. Viele Anfänger ignorieren es nämlich und werden deshalb abgemahnt.

Du darfst nicht einfach Inhalte aus dem Internet oder einer anderen Quelle kopieren und selbst veröffentlichen. Das gilt für Fotos, Musik, Texte und nahezu alle andere Medien.

Achte immer darauf, lizenzfreie Medien zu verwenden, um eine teure Abmahnung eines Anwalts zu vermeiden. Wir nutzen für unsere Beiträge beispielsweise immer lizenzfreie Bilder von den Plattformen pexels und pixabay.

Außerdem ist es sinnvoll, dass du deine Affiliate Links als Werbung kennzeichnest und klarstellst, dass du damit Geld verdienst. Das sorgt nicht nur für mehr Vertrauen bei deiner Community, sondern lässt dich auch transparenter wirken.

Zudem ist es rechtlich vorgeschrieben, Werbung klar zu kennzeichnen. Ob Affiliate Links dazu gehören, ist nicht unbedingt eindeutig. Auf der sicheren Seite bist du durch die generelle Kennzeichnung deiner Affiliate Links aber allemal.

Sei authentisch

Um den Menschen ein Produkt über deinen Affiliate Link zu verkaufen, müssen sie dir vertrauen. Das haben wir dir bereits weiter oben erklärt. Ohne Vertrauen funktioniert nichts.

Deswegen sei immer ehrlich und tische deinen Followern / Websitebesuchern niemals Lügen auf.

Bewerbe gleichermaßen nur Produkte, von denen du selbst überzeugt bist und die deiner Zielgruppe einen wirklichen Mehrwert bieten.

Ein bereits von uns gebrachtes Beispiel aus dem Beitrag „Mit Instagram Geld verdienen“ ist, dass es unauthentisch ist, in einem gesponsertem Beitrag, Billig-Produkte aus China zu bewerben, wenn du dich sonst immer über schlecht produzierte Produkte auf deinem Instagram Profil aufregst.

Bleib dran

Wenn du Affiliate Marketing ausprobierst, muss dir klar sein, dass du nicht von heute auf morgen, damit Geld verdienen wirst.

Es brauch einen langen Atem und zahlreiche Vorarbeit, bis du damit wirklich durchstartest. Bleib deshalb beharrlich und verliere niemals dein Ziel aus den Augen.

Kleinere Hindernisse auf deinem Weg zum Erfolg dürfen dich nicht ausbremsen. Aufgeben ist keine Option. Mach immer weiter!

Es haben bereits zahlreiche Menschen vor dir geschafft, sich ein erfolgreiches Affiliate Business aufzubauen. Du schaffst es also auch. Einfach ist es natürlich trotzdem nicht. Mache dich darauf gefasst, Opfer erbringen zu müssen.

Verschiedene Affiliate Netzwerke und Partnerprogramme vorgestellt

Verschiedene Affiliate Netzwerke und Partnerprogramme vorgestellt

Aufgrund der hohen Anzahl von Affiliate Netzwerken und Partnerprogrammen im deutschsprachigen Raum, kann man schnell den Überblick verlieren. Wir möchten dir deshalb die bekanntesten vorstellen.

Allesamt haben einen guten Ruf und können von uns empfohlen werden. Sofern du also auf der Suche nach einem passenden Affiliate Netzwerk bist, orientiere dich an den folgenden.

Awin

  • Das mit Abstand größte Affiliate Netzwerk
  • Viele namenhafte Marken lassen ihre Partnerprogramme über Awin laufen
  • Nische: keine bestimmte
  • Produktart: digital sowie physisch
  • Provisionssatz: variiert je nach Programm
  • Cookie-Laufzeit: variiert je nach Programm

Amazon PartnerNet

  • Kein Affiliate Netzwerk, gehört aber zu den größten und beliebtesten Partnerprogrammen
  • Nische: keine bestimmte
  • Produktart: überwiegend physisch
  • Provisionssatz: 1 bis 10 %
  • Cookie-Laufzeit: 24 Stunden

Digistore24

  • Zahlungsanbieter und Affiliate Netzwerk für digitale Produkte
  • Hier findest du zahlreiche Partnerprogramme für z.B. digitale Infoprodukte
  • Nische: keine bestimmte
  • Produktart: digital
  • Provisionssatz: variiert je nach Programm
  • Cookie-Laufzeit: 180 Tage

CHECK24-Partnerprogramm

  • Eines der erfolgreichsten deutschen Partnerprogramme
  • Nische: DSL, Energie und Reisen
  • Produktart: Preisvergleiche
  • Provisionssatz: variiert je nach Vertrag

Weitere interessante und empfehlenswerte Affiliate Netzwerke sind financeAds und CJ Affiliate by Conversant.

FAQ – Affiliate Marketing

Hier findest du häufig gestellte Fragen und Antworten zu dem Thema.

Wie viel Geld kann ich mit Affiliate Marketing verdienen?

Grundsätzlich gibt es nicht wirklich Grenzen, wie viel Geld du mit Affiliate Marketing verdienen kannst. Natürlich hängt die Höhe des finalen Betrags von deinem Arbeitsaufwand und deiner Nische ab. Je mehr Zeit du in dein Affiliate Business investierst, desto mehr wirst du verdienen.

Es gibt einige sehr erfolgreiche Affiliates, die sogar sechs bis siebenstellige Summen pro Monat verdienen. Trotzdem wird dein Einkommen anfangs sehr gering sein. Es braucht eben viel Zeit, bis du auf dem Level bist, um monatlich mehrere tausend Euro zu verdienen.

Lass dich davon jedoch nicht entmutigen, du kannst es schaffen. Es generieren bereits zahlreiche Menschen durch Affiliate Marketing ein passives Einkommen.

Für wen ist Affiliate Marketing geeignet?

Affiliate Marketing ist nicht für jeden geeignet. Dennoch kann es jeder erlernen und damit Geld verdienen. Besondere Fähigkeiten braucht man dafür nicht.

Lediglich Entschlossenheit, Hingabe und Motivation sind erforderlich, um auf lange Sicht mit diesem Geschäftsmodell Erfolg zu haben.

Deshalb ist Affiliate Marketing nur für Menschen geeignet, die übers Internet Geld verdienen wollen und auch dafür bereit sind, die notwendige Zeit, Energie und Motivation zu investieren.

Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Ja, ein Gewerbe musst du definitiv anmelden, da eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt und du mit Affiliate Marketing selbstständig Geld verdienst.

Am besten meldest du es bereits im Vorhinein an, um keine rechtlichen Probleme zu bekommen.

Wie alt sollte ich sein, um mit Affiliate Marketing Geld zu verdienen?

Du solltest bereits volljährig bzw. zumindest voll geschäftsfähig sein. Dies ist nämlich Voraussetzung, um ein Gewerbe anzumelden.

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