Bären und Bullenmarkt? Bei diesen beiden Begriffen verstehst du nur Bahnhof? Dann bist du hier genau richtig, denn wir werden dir in diesem Beitrag die folgenden Fragen beantworten:

Wofür stehen eigentlich die beiden Begriffe Bären und Bullenmarkt und was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Märkten? Ab wann spricht man von einem Bärenmarkt und ab wann von einem Bullenmarkt?

Dieser Beitrag ist im Rahmen einer Kooperation mit sicher-mehr-geld.de entstanden.

Was ist ein Bärenmarkt?

Wenn du neu an der Börse bist, ist es ganz klar, dass du noch nicht mit allen Fachbegriffen vertraut bist und beispielsweise nicht weißt, was mit „Bärenmarkt“ gemeint ist.

Bärenmarkt ist einfach gesagt die umgangssprachliche Alternative zu dem finanzwirtschaftlichen Begriff „Baisse“. Doch was bedeutet Baisse?

Baisse ist Französisch und bedeutet „Abnahme“ oder „Rückgang“.

Deshalb spricht man von einer Baisse oder einem Bärenmarkt, wenn nahezu alle Aktienkurse an der Börse kontinuierlich sinken. Auch Indizes wie der DAX (deutscher Aktienindex) oder der Dow Jones verlieren in dieser Marktphase Punkte. Nur wenige Aktienkurse steigen hingegen.

Was haben Bären damit zu tun?

Da dem Bär als Tier Pessismismus nachgesagt wird, nennt man diese Phase der fallenden Aktienkurse Bärenmarkt. Die Investoren rechnen nämlich mit einer negativen Entwicklung der Aktienkurse und denken pessimistisch.

Von einer Baisse bzw. einem Bärenmarkt spricht man allerdings erst, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. An den Börsen fallen und steigen Aktienkurse tagtäglich. Nicht jeder Kursabrutscher bedeutet, dass man sich jetzt in einem Bärenmarkt befindet.

Die 20%-Regel spielt bei der Bestimmung solcher Marktphasen eine wichtige Rolle. Sie besagt, dass man sich in „Bärenterritorium“ befindet, sobald der Aktienmarkt von einem lokalen Maximum um 20 Prozent eingebrochen ist.

Strikt definiert ist die Nutzung des Begriffs Bärenmarkt aber trotzdem nicht. Bärenmärkte sind abgesehen von der 20%-Regel auch durch rapide Kursverluste der wichtigsten Aktienindizes und einem marktweiten Einbruch vieler Aktienkurse gekennzeichnet.

Im Vorhinein kommt es in der Regel zu einer sogenannten Distributionsphase, in der Aktienverkäufe in hohen Volumen abgewickelt werden. Viele Investoren werden in solchen Marktphasen panisch und setzen lieber auf Kapitalerhalt anstatt Gewinne. Sie verschieben ihr Geld in „sichere Häfen“, zu denen z.B. Gold zählt. Deshalb ist es auch ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Goldkurs steigt, wenn Aktienkurse fallen.

Was ist dann ein Bullenmarkt?

Das Gegenteil des Bärenmarkts ist der Bullenmarkt. Der Begriff „Bullenmarkt“ ist ebenfalls eine umgangssprachliche Variante für einen französischen Begriff.

„Hausse“ bezeichnet als offizieller Terminus die Marktphase, in der Anleger auf positive Entwicklungen der Aktienkurse hoffen. Es ist die Marktphase des Aufstiegs, welche ebenfalls der allgemeinen Börsenstabilität guttut.

Das passt gleichermaßen zur Übersetzung des französischen Begriffs Hausse, der auf Deutsch „Steigerung“ oder „Anstieg“ bedeutet. Anleger, die optimistisch denken und auf allgemeines Wachstum hoffen, nennt man dementsprechend Bullen. Die Gegenspieler sind die Bären.

Videoempfehlung – Bären und Bullenmarkt

Passend zum Thema dieses Beitrags haben wir ein Video vom YouTube-Kanal Finanzfluss herausgesucht, welches den Unterschied zwischen einem Bären und Bullenmarkt nochmal anschaulich erklärt.

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